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Persicaria perfoliata (L.) H.Gross / Durchwachsener Knöterich (Hessen)

Synonyme


Amplelygonum perfoliatum (L.) Roberty & Vautier, Chylocalyx perfoliatus (L.) Hassk., Echinocaulon perfoliatum (L.) Hassk., Echinocaulos perfoliatus (L.) Meisn., Polygonum perfoliatum L., Tracaulon perfoliatum (L.) Greene, Fagopyrum perfoliatum (L.) Raf., Truellum perfoliatum (L.) Soják

Allgemeine Arteninformationen


Taxonomie

Samenpflanze Spermatophytina: Familie: Polygonaceae

Kennzeichen

Eine Liane, ein- bis mehrjährig Pflanze. Ihr Stamm wird mehrere Meter lang und verzweigt sich, grün, mit zunehmendem Alter rötlich und verholzt an der Basis. Der Stamm, Stängel und die Blattstiele haben scharfe Widerhaken. Die hellgrünen dreieckigen wechselständigen Blätter sind 3-7 cm lang und 2-5 cm breit. Der Blütenstand ist ährenförmig mit 10- 15 kleinen Blüten. Die Früchte sind metallic-blau gefärbt und segmentiert.

Verwechslungsmöglichkeiten: Mit einheimischen Arten nicht zu verwechseln. Unterscheidet sich von anderen gebietsfremden Arten der Gattung u.a. durch Form der Blätter und Farbe der Früchte.

Biologie und Ökologie

Lebensraum/Lebensweise

Terrestrich

P. perfoliata ist eine schnell wachsende, stachelige und krautige Liane. Sie kriecht über Sträucher und andere Vegetation und beschattet sie. Sie bevorzugt feuchte Gebiete, kann aber auch auf trockenem Standort wachsen. Sie verträgt einen weiten Temperaturbereich. Sie wächst entlang von Straßenrändern, Waldrändern und Dickichten, Eisenbahnen, Wiesen und Bächen, Feuchtgebieten und unbebauten offenen Feldern. P. perfoliata ist in erster Linie eine selbstbestäubende Art. Sie benötigt daher keine Bestäuber für die Frucht- und Samenentwicklung. Eine einzelne Pflanze kann 7 bis 40 Samen pro Jahr produzieren.

Ausbreitungspfad

Nach Amerika wurde sie versehentlich mit Schiffballast eingeführt. Vögel helfen, die Samen weit zu verbreiten.

Auswirkungen Invasivität

Bildet dichte Matten, die bis zu 8 m hohe Vegetation vollständig bedecken können, so dass sie in ihrer Photosynthese behindert werden.

Überregionale Verbreitung

  • Herkunft: Temperates Asien
  • Verbreitung in Deutschland: kein Nachweis
  • Verbreitung in Hessen: kein Nachweis

Prüfung und Erfassung


Sonstige Arten-Attribute

  • Invasive gebietsfremde Art der Unionsliste der Verordnung (EU) Nr. 1143/2014
  • Durchführungsverordnung (EU) Nr. 2016/1141 vom 13. Juli 2016
  • Art. 16 EU-VO frühe Phase der Invasion (melde- und beseitigungspflichtige Art)
  • Warnliste invasiver Tiere und Pflanzen (BfN-Skripten 331)

Phänologie


Phänogramm

Phänogramm

Sonstiges


Literatur

  • Europäische Kommission (2014): Invasive gebietsfremde Arten. Was tut die Europäische Union? Brüssel.
  • Nehring, S., Kowarik, I., Rabitsch, W., Essl, F. (Hrsg. 2013): Naturschutzfachliche Invasivitätsbewertungen für in Deutschland wild lebende gebietsfremde Gefäßpflanzen. BfN-Skripten 352. Bonn.
  • Nehring, S., Skowronek, S. (2017): Die invasiven gebietsfremden Arten der Unionsliste der Verordnung (EU) Nr.1143/2014 – Erste Fortschreibung 2017 – BfN-Skripten 471. Bonn.
  • Rabitsch, W., Heger, T., Jeschke, J., Saul, W.-S., Nehring, S. (2018): Analyse und Priorisierung der Pfade nicht vorsätzlicher Einbringung und Ausbreitung invasiver gebietsfremder Arten in Deutschland gemäß Verordnung (EU) Nr. 1143/2014. BfN-Skripten 490. Bonn.
  • https://www.itis.gov
  • http://www.theplantlist.org
  • https://www.cabi.org/isc/datasheet/109155