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Procyon lotor (Linnaeus, 1758) / Waschbär (Sachsen)

Synonyme


Nordamerikanischer Waschbär

Rechtlicher Schutz und Rote Liste


Rote Liste Deutschland:u
Rote Liste Sachsen:nb

Allgemeine Arteninformationen


Kennzeichen

Kopf-Rumpf-Länge: 40-70 cm, Schwanzlänge: 20-30 cm; Gewicht: 5-12 kg; starke Gewichtsschwankungen durch Winterruhe und dafür angelegte Fettreserven; leichter Geschlechtsdimorphismus in Körpermasse und -maßen (Männchen sind meist größer und schwerer als Weibchen); gedrungen wirkender Körper mit relativ kurzen Gliedmaßen; Färbung: grau meliert mit einzelnen schwarzen und hellen Grannenhaaren; langer, hell und dunkel geringelter Schwanz; typische Gesichtsmaske mit hellgrauem, quer liegendem Band über der Nase und oberhalb der Augen; schwarzes Querband über den Augen ist in der Mitte nicht (wie beim Marderhund) mit hellerer Partie unterbrochen;
Die Art kann wegen der ähnlichen Fellfärbung und Gesichtsmaske mit dem Marderhund (Nyctereutes procyonoides) verwechselt werden.

Lebensweise

Lebensweise: Lebensraumgeneralist mit einer Vorliebe für feuchte Regionen und nahrungsreiche Siedlungsräume, kann sehr gut schwimmen und sucht daher im Wasser nach Nahrung; kann sehr gut klettern; nutzt als Schlafplatz im Winterhalbjahr und zur Jungenaufzucht überwiegend Baumhöhlen oder Gebäude, bei Fehlen dieser werden vorhandene Erdbaue (von Fuchs und Dachs) oder Felshöhlen aufgesucht; im Sommerhalbjahr in Feuchtgebieten gern auch in deckungsbietender Bodenvegetation liegend; vorwiegend nacht- und dämmerungsaktiv, selten auch tagaktiv; Winterruhe ähnlich wie Dachs und Marderhund.
Lebenserwartung: Im Freiland max. ca. 8-10 Jahre, in Gefangenschaft teilweise bis 20 Jahre.
Nahrungsspektrum: sehr breites Spektrum, variiert saisonal, regional und nach Verfügbarkeit, v. a. Amphibien, Reptilien und Evertebraten (z. B. Schnecken, Muscheln, Käfer, Insektenlarven); v. a. im Sommer viel Obst und Mais; regional werden auch Fische, Kleinsäuger und Vögel regelmäßig gefressen.
Territorialverhalten: polygam mit teilweise ausgeprägter, intrasexueller Territorialität; teilweise nutzen mehrere gleichgeschlechtliche Artgenossen das gleiche Territorium; bei gutem Nahrungsangebot große Aktionsraumüberlappung von Nachbarn oder Territorialität wird ganz aufgegeben; dadurch sind Konzentrationen von 50-100 Waschbären an zentralen Nahrungsschwerpunkten (z. B. Fütterungen) möglich; Aktionsraumgrößen im Müritz-Nationalpark für Rüden im Mittel 660 ha und für Fähen 220 ha; in Mittelgebirgswäldern des Solling etwa doppelt so groß; Fähen nutzen in nahrungsreichen Ortslagen teilweise nur 5-10 ha; Aktionsräume werden im Winter wegen verringerter Aktivität stark verkleinert.
Populationsdichte: Für Deutschland keine Angaben zu Populationsdichten an der Lebensraumkapazitätsgrenze; Abgeleitet von immer weiter steigender Jagdstrecken scheinen die Dichten in ganz Deutschland noch weiter anzusteigen; In Optimallebensräumen in Siedlungen in Kassel ca. 90 Ind./100 ha und in Bad Karlshafen ca. 110 Ind./100 ha; In Populationen, deren Dichten ebenfalls noch stiegen, außerhalb von Ortslagen: 4-6 Ind./100 ha (Müritz Nationalpark) und 2-3 Ind./100 ha im Solling.

Überregionale Verbreitung

Herkunftsgebiet: Nordamerika
Aktuelle Verbreitung in Europa: Verbreitungsschwerpunkt: Deutschland und angrenzende Regionen in Niederlanden, Frankreich, Schweiz, Österreich, Tschechien; in einigen anderen Ländern nur in sehr geringen Dichten.
Aktuelle Verbreitung in Deutschland: Es liegen mittlerweile aus allen Bundesländern Nachweise vor, v. a. in den gewässerreichen Regionen der Bundesländer Hessen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg verbreitet, in den anderen Teilen Deutschlands mit geringen Dichten und vermutlich lückigem Vorkommen.

Jagd- und Fischereirecht


Jagdrecht, ganzjährige Jagdzeit

Prüfung und Erfassung


Verantwortlichkeit

Allgemeine Verantwortlichkeit

Untersuchungsstandards

Für diese Art sind derzeit keine Untersuchungsstandards vorhanden. Die bisher erbrachten Hinweise sind oft nicht abgesichert – keine Unterscheidung zwischen Hinweis (z. B. Sichtbeobachtung) und echtem Nachweis (z. B. mit Foto dokumentiert).
Erfassung im Monitoringprojekt WILD – Umfrage unter Jagdrevierinhabern (Deutscher Jagdverband und Landesjagdverbände); dieses bundesweite Monitoring soll neben einheimischen Wildtieren auch die Situation und Entwicklung von Neozoen untersuchen;
für regional begrenzte Erfassung sinnvoll: Fotofallenmonitoring in Optimallebensräumen (Feuchtgebiete, Siedlungsränder) oder an Köderstellen; Nachweisabsicherung (da Verwechslungsgefahr) per Foto.

Sonstige Arten-Attribute

  • Invasive gebietsfremde Art der Unionsliste der Verordnung (EU) Nr. 1143/2014
  • Durchführungsverordnung (EU) Nr. 2016/1141 vom 13. Juli 2016

Vorkommen


Status Etablierung

Neobiota, etabliert

Nachweisabsicherung

Ja

Langfristiger Bestandstrend

deutliche Zunahme

Kurzfristiger Bestandstrend

deutliche Zunahme

Bestand

Aktuelle Verbreitung in Sachsen: Belastbare Verbreitungsdaten liegen für Sachsen nicht vor; Jagdstrecke stieg seit 2003 von etwa 100 Waschbären pro Jagdjahr auf über 5.500 ab dem Jahr 2013 (Statistiken über Jagdstrecken sind nicht aussagekräftig für den Bestandstrend, da zeitlich und räumlich unterschiedliche Jagdintensität, liefern lediglich ganz groben Trend der Populationsentwicklung, wenn Bejagungsintensität gleich bleibt). Positive Bestandesentwicklung hält trotz Vorhandensein von Krankheiten weiter ungebremst an. Anhand der Jagdstrecken scheinen die östlichen und nördlichen, gewässerreichen Landkreise weitestgehend flächendeckend besiedelt zu sein. In höheren Lagen vermutlich geringere Dichten; aber auch oberhalb von 800 m üNN noch vereinzelte Nachweise; Lücken in bisherigen Verbreitungskarten müssen als Nachweislücken, nicht aber als Vorkommenslücken gesehen werden.

Verbreitung und Einbürgerung

Einbürgerungszeit: Aktive Aussetzung 1934 am Edersee in Hessen und Farmflüchtlinge 1945 bei Straußberg in Brandenburg gelten als wichtigste Besiedlungsquelle; seit dem unterstützen regelmäßige Gehegeflüchtlinge und illegale Aussetzungen die Ausbreitung der Art; Erste sichere Nachweise in Sachsen ab 1968 aus unterschiedlichen Landesteilen; von dort aus weitere Ausbreitung/Bestandessteigerung in den heutigen Verbreitungsschwerpunkten (Landkreise: Leipzig, Meißen, Bautzen, Görlitz)
Einbürgerungsgrad in Sachsen: vollständig
Einbürgerungsweise: Gehegeflüchtlinge

Vorkommenskarte

Vorkommenskarte

Phänologie


Phänogramm

Phänogramm

Erläuterung Phänologie

Optimale Erfassungszeit: ist Sommerhalbjahr, da im Winterhalbjahr deutlich verringerte Aktivität und Aktionsraumgröße wegen Winterruhe.
Überwinterung: bei Temperaturen unter 0oC und Schneelage oft verminderte Aktivität und kleinere Streifgebiete; bei sehr tiefen Temperaturen und hohen Schneelagen wird der Überwinterungsbau über mehrere Wochen nicht verlassen (Zeitraum im Phänogramm unsicher).
Paarung/Geburt der Jungen/Jungenaufzucht: Polygam; Hauptpaarungszeit Februar, teilweise bis März; war Paarung nicht erfolgreich oder wird Wurf verloren, sind erneute Paarungen bis Juli möglich; Wurfzeit v. a. April; Würfe aus Nachranz sind bis August möglich; Weibchen ziehen die durchschnittlich 2-5 Jungen allein auf; Geschlechtsreife wird mit etwa 10 Monaten erreicht, bei einigen Männchen erst im 2. Lebensjahr.
Wanderung: die weiblichen Jungen bleiben sehr oft im mütterlichen Streifgebiet oder der unmittelbaren Umgebung; die männlichen Jungen wandern im Frühjahr mit etwa einem Jahr oft über 10-20 km, selten bis 100 km aus dem elterlichen Aktionsraum ab (Zeitraum im Phänogramm unsicher);
Anwesenheit: ganzjährig

Lebensraum


  • Lebensraum im Herkunftsgebiet: Besiedelt fast alle Habitattypen, mit einer besonderen Vorliebe für Feuchtgebiete und nahrungsreiche Siedlungsräume, kommt aber auch in Steppen vor.
    Lebensraum in Sachsen: Identisch mit Lebensraum im Herkunftsgebiet. Bedingt durch eine Nahrungs-Vorliebe für Amphibien und aquatische Wirbellose werden Feuchtlebensräume bevorzugt und oft mit erhöhten Dichten besiedelt: In kleineren Dörfern und Ortsrandlagen ergeben sich für Waschbären oft sehr gute Nahrungs- und Versteckmöglichkeiten, die dort ebenfalls erhöhte Dichten ermöglichen. Ansonsten kann der Waschbär in allen Habitaten auftreten.
  • Lebensraum im Herkunftsgebiet: besiedelt fast alle Habitattypen, mit einer besonderen Vorliebe für Feuchtgebiete und nahrungsreiche Siedlungsräume, kommt aber auch in Steppen vor.
    Lebensraum in Sachsen: identisch mit Lebensraum im Herkunftsgebiet. Bedingt durch eine Nahrungs-Vorliebe für Amphibien und aquatische Wirbellose werden Feuchtlebensräume bevorzugt und oft mit erhöhten Dichten besiedelt: In kleineren Dörfern und Ortsrandlagen ergeben sich für Waschbären oft sehr gute Nahrungs- und Versteckmöglichkeiten, die dort ebenfalls erhöhte Dichten ermöglichen. Ansonsten kann der Waschbär in allen Habitaten auftreten.

Habitatkomplexe

  • Fließgewässer, Quellen
  • Gebäude, Siedlungen
  • Moore
  • Stillgewässer inkl. Ufer
  • Sümpfe, Niedermoore, Ufer

Habitatkomplexe Reproduktion

  • Fließgewässer, Quellen
  • Gebäude, Siedlungen
  • Moore
  • Stillgewässer inkl. Ufer
  • Sümpfe, Niedermoore, Ufer

Ökologische Charakterisierung

  • Moore
  • Siedlungsgebiete, Städte
  • Ufer

Höhenstufen

  • collin
  • montan
  • planar

Management


Beurteilung

Naturschutzfachliche Beurteilung:

  • Waschbären werden in Deutschland aktuell nur selten in Pelzfarmen gezüchtet; aber in vielen Zoos, Tiergärten und Wildgehegen sowie privaten Gehegen werden Waschbären gehalten; bedingt durch sehr gutes Klettervermögen und sehr geschickte Vorderpfoten spielen Gehegeflüchtlinge eine sehr große Rolle;
  • Prädation einheimischer Vogelarten (v. a. bodenbrütende Wasservögel) in wenigen Studien belegt; bisher fast ausschließlich Einzelfunde; in Mecklenburger Teichgebiet neben Mink und Marderhund als wichtigster Nestprädator ermittelt; einzelne gesicherte Hinweise wie Haare, Beobachtungen oder Schlammfußabdrücke an Nistkästen und Greifvogelhorsten in der Harzregion deuten auch auf eine Gefährdung von Höhlenbrütern und Greifvögeln hin, an einer sehr kleinen Stichprobe konnten in Sachsen-Anhalt mittels Fotofallen Waschbären als Prädator an Nistkästen nachgewiesen werden);
  • Aussagen zum Einfluss auf Amphibienarten wegen fehlender Daten nicht möglich, könnte aber wegen der häufigen Nutzung als Nahrung hoch sein; 
  • Einfluss auf andere Raubsäuger nicht bewertbar, vermutlich aber eher gering; 
  • Übertragung von Krankheiten (Staupe, Parvovirus, Räude) auf Fuchs und Dachs vermutet.

Wirtschaftliche Beurteilung: Schäden an Gebäuden sehr häufig, die durch Nutzung als Schlafplatz entstehen; ebenfalls viele Schäden in Gärten durch die Nutzung von Obst und teilweise auch Gemüse als Nahrung; beide Schadensarten über Abwehrmaßnahmen minimierbar.

Wissensdefizite in Sachsen: genauere Verbreitung, Bestandsgrößen (Populationsdichten) in Sachsen? Gibt es im sächsischen Verbreitungsgebiet belegbare negative ökologische Einflüsse und wie groß sind diese? Welche Methoden eignen sich am besten für Monitoring und Populationsregulation? Sind lokale Maßnahmen zur Populationsregulation effizient?

Erfassungsdefizite und Kartierbedarf: Wünschenswert wäre flächendeckendes Monitoring inklusive Dokumentation der sicheren Nachweise und Erfolgskontrolle bei Managementmaßnahmen (hinsichtlich der Waschbärpopulation aber auch seiner negativen Auswirkungen).

Fazit für Sachsen: Die Art wird zwar EU-weit als invasiv bewertet, jedoch fehlen zumindest in Deutschland Nachweise für den vermuteten, sehr umfangreichen Einfluss auf Vögel und Amphibien. Erst nach einer fundierten Analyse der Problematik können weitergehende Schlüsse gezogen werden.

Management

Präventive Maßnahmen:

  • Aussetzung genehmigungspflichtig (BJagd G);
  • Sicherung der vorhandenen Haltungen gegen das Entweichen der Tiere in die Freiheit in zoologischen Einrichtungen (Tierpark, Zoo, Wildgehege) und privaten Gehegen extrem wichtig
  • in kleinräumigen, sensiblen Bereichen, wie z. B. Vogelinseln: Anbringung von Abweisern (100 cm hoher Maschendrahtzaun (davon die oberen 50 cm mit glatter Fläche aus Plastik oder Blech) mit 20 cm Untergrabschutz ausreichend); bei Einsatz von Abweisern sollten diese auch für Marderhund und Mink optimiert werden
  • Anbringung von Plastik- oder Blechmanschetten an Horstbäumen von z. B. Rotmilan, Schreiadler und Schwarzstorch waren erfolgreich (bewährt hat sich 1,25 m hohe handelsübliche Verglasungsfolie)
  • Art unterliegt noch nicht in allen Bundesländern dem Jagdrecht, es ist daher ein einheitlicher Status gebietsfremder Raubsäuger als jagdbare Arten für ganz Deutschland als Voraussetzung für die Durchführung von Maßnahmen wünschenswert.
  • Besitz- und Vermarktungsverbot, Zucht und Haltung sollte ausnahmslos genehmigungspflichtig sein und ausschließlich in zoologischen Einrichtungen erfolgen; dies wird jedoch wegen der großen Beliebtheit der Art kaum praktikabel sein. • Bessere Öffentlichkeitsarbeit zur Sensibilisierung der Bevölkerung.

Bekämpfungsstrategien:

  • Reguläre Bejagung wirkt lediglich reduktiv und kann nur bei einer systematischen, kontinuierlichen und langfristigen Durchführung eine Ausbreitung der Art verhindern; Bejagung (in Sachsen ganzjährig unter Beachtung der Jungenaufzuchtszeit gestattet, BJagdG § 22), ist allerdings aufgrund der nacht- und dämmerungsaktiven Lebensweise in deckungsreichen Habitaten nur mit Fallenjagd möglich.
  • Fang mit Lebend-Fallen (Kastenfallen für den Lebendfang müssen so beschaffen sein, dass sich das Tier nicht verletzen kann (vgl. §13 Abs. 1 TierSchG)), möglichst im Sommerhalbjahr, wegen der verringerten Aktivität im Winter; Köder: Fisch, Katzenfutter oder süßes Trockenobst; Fallenkontrolle mind. 2-mal pro Tag, Nichtzielarten wieder frei lassen.
  • Gezielter Abschuss an speziellen Köderplätzen kann ergänzend sinnvoll sein, bedarf jedoch eines deutlich höheren Aufwandes als Fallenjagd
  • Wichtig: Erfolgskontrolle und begleitende Öffentlichkeitsarbeit

Weitere Managementmaßnahmen: Neben lokalen Kontrollprogrammen werden weitere Maßnahmen, wie Lebensraumverbesserung der Beutetiere, Zulassen von Krankheiten (wie Staupe oder Parvovirus) als natürliche Populationsregulation oder Management der Beutetierpopulationen empfohlen; Aber Achtung: jede Lebensraumverbesserung von Feuchtgebieten fördert neben den Beutetieren auch den Waschbär.

Nicht zu empfehlende Maßnahmen: Beachtung des Verbotes von Totschlagfallen in Sachsen (§ 19 SächsJagdV)

Handlungsbedarf: In Sachsen wird bezüglich der Jagd und aus naturschutzfachlichen Gründen Handlungsbedarf für ein Management in zahlreichen Einzelfällen gesehen. Voraussetzung für die Handlungsentscheidung sollte eine auf die konkrete Teilpopulation bezogene Prüfung sein, ob
- problematisches bzw. invasives Verhalten belegbar oder begründbar ist und
- Maßnahmen mit Aussicht auf Erfolg und mit verhältnismäßigem Mittelaufwand vorhanden/bekannt sind.

Für das Management von Neobiota in Sachsen beachten Sie auch die offiziellen Seiten des Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL): http://www.umwelt.sachsen.de/umwelt/natur/34835.htm ; insbesondere auch die Arbeitshilfen: http://www.umwelt.sachsen.de/umwelt/natur/34838.htm

Zentrales Medium für die Sammlung von Artdaten in der Naturschutzverwaltung des Freistaates Sachsen ist die Zentrale Artdatenbank beim LfULG: http://www.umwelt.sachsen.de/umwelt/natur/8048.htm;
Aktuelle Übersichtskarten der Verbreitung von Arten in Sachsen können unter folgendem Link abgerufen werden: http://www.umwelt.sachsen.de/umwelt/infosysteme/ida

Weitere Informationen

Zentrale Artdatenbank am LfULG (zugängig für Behörden) WILD – Wildtierinformationssystem bzw. Wildtiererfassung im Freistaat Sachsen Wildtiermonitoring der Jäger Sachsens
Bemerkung: ein einheitliches Monitoring mit abgesicherten Art-Nachweisen ist wünschenswert und Voraussetzung für die Entscheidung über lokale Eingriffsmaßnahmen bei auftretenden Schäden

Handlungsbedarf Neobiotamanagement

Handlungsbedarf Neobiotamanagement

Handlungsbedarf für ein Management in zahlreichen Einzelfällen vorhanden

Sonstiges


Literatur

Sachsen:
Hauer, S.; Ansorge, H. & Zöphel, U. (2009): Atlas der Säugetiere Sachsens. In: Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (Hrsg.): Naturschutz und Landschaftspflege. Dresden, 416 S.
Wilhelm, E.-G.; Schmiedel, D.; Schmidt, P.A.; Scheibner, C. & Roth, M. (2012): Neobiota und deren Invasionspotenzial im Zusammenhang mit dem Klimawandel, sowie wirtschaftlichen Prozessen – Grundlagen für Handlungskonzepte. - Schriftenreihe des LfULG 37, 42 S.
Greiser, G. & Martin, I. (2011): Wildtiererfassung 2011 im Freistaat Sachsen, (Hrsg.: Landesjagdverband Sachsen e.V.) 106 S.

Weiterführende Literatur:
Graumann, J. (2009): Bewertung der Aktivitäten und Ergebnisse im Küstenvogelschutz in Verbindung mit dem Prädatorenmanagement in Mecklenburg-Vorpommern. Beiträge zur Jagd- und Wildforschung 34, S. 539-553.
Deutscher Jagdschutzverband e. V. (2011): Wildtierinformationssystem der Länder Deutschlands-Ergebnisse 2011. Berlin (DJV e. V.), 31 S. Hartmann, E. (2002): Zur Problematik der Raubsäuger in ausgewählten Küstenvogelschutzgebieten Mecklenburg-Vorpommerns mit Empfehlungen zum Management dieser Prädatoren. Diplomarbeit, Institut für Forstbotanik und Forstzoologie, TU Dresden, Tharandt, 84 S.
Hertweck, K. & Hertweck, A. (2003): Wildtiererfassung im Freistaat Sachsen 2002/2003. (Hrsg.: Landesjagdverband Sachsen e. V.), Dresden, 73 S. unveröffentlicht
Linderoth, P. (2005): Waschbär Procyon lotor (Linnaeus, 1758). In: Braun, M. & Dieterlen, F. (Hrsg.): Die Säugetiere Baden-Württembergs. Stuttgart (Ulmer), S. 517-525.
Lutz, W. (1981): Untersuchungen zur Nahrungsbiologie des Waschbären Procyon lotor (Linné 1758) und zum Einfluss auf andere Wildarten in seinem Lebensraum. Heidelberg (Universität Heidelberg - Dissertation), 237 S.
Michler, F.-U. (2011): Prädatorenmanagement in deutschen Nationalparks? Notwendigkeit und Machbarkeit regulativer Eingriffe am Beispiel des Waschbären (Procyon lotor). In: EUROPARK DEUTSCHLAND E. V. (Hrsg.): Tagungsbroschüre Wildbestandsregulierung in deutschen Nationalparks. Bad Wildungen (Europark Deutschland e. V.), S. 16-20.
Michler, F.-U. & Köhnemann, B. (2009): Maskierte Langfinger auf dem Vormarsch - Waschbären in Mecklenburg-Vorpommern. Aktueller Wissensstand über potentielle Auswirkungen der Waschbärenbesiedlung und Hinweise zur Bejagung. In: Stubbe, M. & Böhning, V. (Hrsg.): Neubürger und Heimkehrer. Halle/Saale und Damm (Gesellschaft für Wildtier- und Jagdforschung e. V.), S. 51-61.
Michler, F.-U. & Michler, B. (2012): Ökologische, ökonomische und epidemiologische Bedeutung des Waschbären (Procyon lotor) in Deutschland – eine aktuelle Übersicht. – Beiträge zur Jagd- und Wildforschung 37, S. 387-395.
Mitchell-Jones, A.J.; Amori, G.; Bogdanowicz, W.; Kryštufek, B.; Reijnders, P.J.H.; Spitzenberger, F.; Stubbe, M.; Thissen, J.B.M.; Vohralík, V. & Zima, J. (1999): The atlas of European mammals. T & AD Poyser Natural History, London, 484 S.
Rabitsch, W. (2012): Naturschutzfachliche Invasivitätsbewertung Procyon lotor - Waschbär; erstellt 25.09.2012. unveröff. Manuskript, Bundesamt für Naturschutz, 2 S. Sachteleben, J. & Behrens, M. (2010): Konzept zum Monitoring des Erhaltungszustandes von Lebensraumtypen und Arten der FFH-Richtlinie in Deutschland. BfN-Skripten 278, 184 S.
Scheibner, C., Roth, M., Nehring, S., Schmiedel, D., Wilhelm, E. & Winter, S. (2015): Management-Handbuch zum Umgang mit gebietsfremden Arten in Deutschland. Band 2: Wirbellose Tiere und Wirbeltiere. Naturschutz und Biologische Vielfalt 141/2. Bonn - Bad Godesberg, Landwirtschaftsverlag .Schenck, V. (2014): Aktuelle Situation der Neozoen Waschbär (Procyon lotor) und Marderhund (Nyctereutes procyonoides) in Deutschland. (Technische Universität Dresden, Professur für Forstzoologie - Bachelorarbeit), 50 S.
Schwab, T. (2015): Zum Einfluss der Prädation auf die Bestandsentwicklung und den Bruterfolg des Trauerschnäppers (Ficedula hypoleuca PALLAS, 1764) im Langzeit-Vogelschutzversuch Steckby. Bachelorarbeit, Hochschule Anhalt, Bernburg, 44 S.
Stubbe, M. (1993): Procyon lotor L., 1758 - Waschbär. In: Niethammer, J. & Krapp, F. (Hrsg.): Handbuch der Säugetiere Europas. – Wiesbaden (Aula-Verlag), S. 331-364.
Tolkmitt, D., Becker, D., Hellmann, M., Günther, E., Weihe, F., Zang, H. & Nicolai, B. (2012): Einfluss des Waschbären Procyon lotor auf Siedlungsdichte und Bruterfolg von Vogelarten – Fallbeispiele aus dem Harz und seinem nördlichen Vorland. Ornithol. Jber. Mus. Heineanum 30, 17-46.
Wilhelm, E.-G., Schmiedel, D., Scheibner, C. & Roth, M. (2012): Neobiota und deren Invasionspotenzial im Zusammenhang mit dem Klimawandel sowie wirtschaftlichen Prozessen-Grundlagen für Handlungskonzepte. Schriftenreihe des LfULG 37, 42 S.
Winter, M. (2009): Procyon lotor (Linneus), racoon (Procyonidae, Mammalia). In: Hulme, P. P. & Drake, J. A.: Handbook of alien species in Europe. – Knoxville (Springer), 368 S.
Wozencraft, W.C. (2005): Order Carnivora. In: D.E. Wilson and D.M. Reeder (Hrsg.): Mammal Species of the World: A taxonomic and geographic reference. Third Edition, Smithsonian Institution Press, Washington, DC, USA, S. 532-628.

Links:
http://www.forsten.sachsen.de/wald/download/Jagdzeiten_Schonzeiten_in_SN_0912.pdf
http://www.forsten.sachsen.de/wald/1560.htm , abgerufen am 21.01.2015
http://www.ljv-sachsen.de/index.php?id=33 , abgerufen am 21.01.2015
http://www.wildmonitoring.de/wildmonitoring/ , abgerufen am 21.01.2015
http://www.umwelt.sachsen.de/umwelt/natur/34838.htm  (Arbeitshilfen für den Umgang mit Neobiota)

Bearbeitungsstand und Bearbeiter des Artensteckbriefes

Offizieller Artensteckbrief des LfULG; Stand: 09.07.2015 Erstbearbeitung: Norman Döring Überarbeitung: Dr. Norman Stier (TU Dresden/Forstzoologie)
Hinweise und Änderungsvorschläge bitte an: ulrich.zoephel@smul.sachsen.de
Legende zum Artensteckbrief unter: http://www.umwelt.sachsen.de/umwelt/natur/22872.htm ;
Informationen zur Artengruppe für Sachsen: http://www.umwelt.sachsen.de/umwelt/natur/23239.htm
Informationen zu Neobiota: http://www.umwelt.sachsen.de/umwelt/natur/34835.htm