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Neovison vison (Schreber, 1777) / Mink (Sachsen)

Synonyme


Amerikanischer Nerz, Mustela vison (Schreber 1777), Amerikanischer Mink, Mustela canadensis, Mustela rufa, Lutra vison, Vison lutreola

Rechtlicher Schutz und Rote Liste


Rote Liste Deutschland:u
Rote Liste Sachsen:nb

Bildautor: A. Wójtowicz (2005), Wikimedia Commons, lizenziert unter GNU FDL (Lizenztext siehe …), URL: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Kunawodna3.JPG

Allgemeine Arteninformationen


Kennzeichen

Kopf-Rumpf-Länge: 31-45 cm, Schwanzlänge: 15-25 cm; Gewicht: 440-1500 g (in Kanada bis 2300 g); deutlicher Geschlechtsdimorphismus in Körpermasse und -maßen (Männchen fast doppelt so schwer wie Weibchen); langgestreckter Körper mit relativ kurzen Gliedmaßen; Färbung mittel- bis schwarzbraun, Unterlippe und Kinn weiß, teilweise auch weitere weiße Flecken an Körperunterseite (in freier Wildbahn selten), auch durch Farmhaltung bedingte Farbmutationen; Die Art kann mit Iltis (Mustela putorius) oder Europäischem Nerz (Mustela lutreola) verwechselt werden.

Lebensweise

Lebensweise: An das Wasser gebundener Semiaquat, kann gut schwimmen und tauchen, klettert selten; nutzt als Schlafplatz überwiegend Erdbaue oder Felshöhlen in der Uferböschung, aber auch niedrige Baumhöhlen oder einfache Schilfnester (im Sommer), selten auch anthropogene Strukturen, wie Holzpolter, Bootshäuser oder Schuppen; vorwiegend nacht- und dämmerungsaktiv, teilweise auch tagaktiv;
Lebenserwartung: Im Freiland ca. 3-4 Jahre, in Gefangenschaft bis 10 Jahre;
Nahrungsspektrum: Rein carnivores, relativ breites Spektrum, saisonal, regional und nach Verfügbarkeit variierend, v. a. Kleinsäuger, Vögel, Fische, Amphibien, seltener Reptilien und Wirbellose;
Territorialverhalten: Einzelgänger mit intrasexueller Territorialität – lediglich geringe, saisonal variierende Überlappungen gleichgeschlechtlicher Streifgebiete;
Populationsdichte: Stark variabel, abhängig von Nahrungsverfügbarkeit und Habitat, in Mecklenburger Fischteichgebiet: 0,6-0,7 ständig anwesende Individuen pro km2;

Überregionale Verbreitung

Herkunftsgebiet: gesamter nordamerikanischer Kontinent, außer Nordosten Kanadas und Südwestflanke der USA;
Aktuelle Verbreitung in Europa: großräumig verbreitet v. a. in Nord-, Mittel- und Osteuropa sowie im nördlichen Westeuropa (Irland, UK), in Frankreich, Italien und auf der Iberischen Halbinsel existieren vereinzelt kleine, meist isolierte Populationen, aus Südosteuropa fehlen Verbreitungsdaten;
Aktuelle Verbreitung in Deutschland: v. a. in den gewässerreichen Regionen der nördlichen und östlichen Bundesländer verbreitet, aber auch einzelne, noch lokal begrenzte Vorkommen im westlichen Teil;

Jagd- und Fischereirecht


Jagdrecht, ganzjährige Jagdzeit

Prüfung und Erfassung


Untersuchungsstandards

Für diese Art sind derzeit keine Untersuchungsstandards vorhanden. Die bisher erbrachten Hinweise sind nicht abgesichert – keine Unterscheidung zwischen Hinweis (z. B. Sichtbeobachtung) und echtem Nachweis (z. B. mit Foto dokumentierter Totfund).
Erfassung im Wildtier-Informationssystem der Länder Deutschlands WILD – Umfrage unter Jagdrevierinhabern (Deutscher Jagdschutzverband und Landesjagdverbände); dieses bundesweite Monitoring soll neben heimischen Wildtieren auch die Situation und Entwicklung von Neozoen untersuchen;
Für regional begrenzte Erfassung sinnvoll: Floating Mink-Rafts (Abspürflöße), DNA-Analyse von Losung oder Fotofallenmonitoring entlang von Gewässerufern bzw. an Zwangswechseln wie Brücken; das FFH-Monitoring des Fischotters über systematische Losung- und Spurensuche könnte mit einem entsprechenden Mink-Monitoring kombiniert werden (Achtung hier Probleme bei sympatrischem Vorkommen von Iltis, da Spuren/Losung von Mink und Iltis kaum unterscheidbar sind);
Nachweisabsicherung (da hohe Verwechslungsgefahr) per Foto oder Genetik; Statistiken über Jagdstrecken sind nicht aussagekräftig, da zeitlich und räumlich unterschiedliche Jagdintensität, liefern lediglich Präsenznachweise

Vorkommen


Status Etablierung

Neobiota, etabliert

Nachweisabsicherung

Ja

Bestand

Aktuelle Verbreitung in Sachsen: Überwiegend im Tiefland und Lößgefilde, an allen größeren Flüssen zwischen Weißer Elster und Neiße, vor allem im mittleren und nördlichen Einzugsgebiet der Mulde zwischen Chemnitz und Bad Düben, an der Röder zwischen Moritzburg und Gröditz, im Oberlausitzer Teichgebiet, nicht flächendeckend verbreitet, örtlich selten, aus den südlichen Mittelgebirgsregionen bisher nur wenige sichere Nachweise; Bestand zunehmend, seit 1999 auf 178 MTBQ (30,1 %) festgestellt (Stand 2009); lokal auch gleichbleibend oder rückgängig Sachsenweite Wildtiererfassung (Daten beruhen auf Umfrage) ermittelte zwischen den Jahren 2000 und 2003 in den Vorkommensgebieten einen Anstieg der durchschnittlichen Bestandsdichte von 0,6 auf 1,2 Indiv./100 ha; Jagdstrecke schwankt seit 2006 um den Wert von 150 (87-200) Minken pro Jagdjahr (Statistiken über Jagdstrecken sind nicht aussagekräftig für den Bestandstrend, da zeitlich und räumlich unterschiedliche Jagdintensität, liefern lediglich Präsenznachweise)

Verbreitung und Einbürgerung

Einbürgerungszeit: Erste Farmtiere kamen um 1925 nach Deutschland, in Folge entstanden über 50 Nerzfarmen in Sachsen; Erstnachweise im Freiland vermutlich um 1930 in der Lausitz, 1948 und 1954 erste Wildfänge an der Mulde nördlich von Eilenburg, 1960 erste Belege an Weißer Elster bei Leipzig sowie im Vogtland; zwischen 1958 und 1974 besonders in der Oberlausitz fast 30 mal festgestellt, zwischen 1975 und 1984 dort nur noch viermal, dafür häufiger an der Mulde (Döbeln, Zwickau, Wurzen) beobachtet; seit etwa 1995 vermehrt Beobachtungen und Ausbreitung in Teichlausitz und in Mittelsachsen sowie Ausbreitung in das Hügel- und Bergland Einbürgerungsgrad in Sachsen: vollständig
Einbürgerungsweise: Gefangenschaftsflüchtlinge und absichtliche Freilassungen

Vorkommenskarte

Vorkommenskarte

Phänologie


Phänogramm

Phänogramm

Erläuterung Phänologie

Optimale Erfassungszeit: im Winterhalbjahr, da keine Jungtiere, kleine Aktionsräume, bessere Revierabgrenzung und Spurensuche möglich
Überwinterung: im Winter oft verminderte Aktivität und kleinere Streifgebiete;
Paarung/Geburt der Jungen/Jungenaufzucht: außerhalb der Paarungszeit ist der Amerikanische Nerz Einzelgänger mit intrasexueller Territorialität, d. h. gleichgeschlechtliche Artgenossen werden aggressiv vertrieben (dieses Territorialverhalten ist allerdings bei Farmflüchtlingen kurz nach der Freilassung noch nicht ausgeprägt); Paarung von Februar bis Anfang April; Wurfzeit Ende April bis Anfang Mai; Weibchen zieht die durchschnittlich 5 Jungen allein auf, diese werden im Spätsommer (ab August) aus dem mütterlichen Territorium vertrieben und suchen sich eigenes Revier; Geschlechtsreife wird mit etwa 10 Monaten erreicht; Die Größe der Aktionsräume variiert saisonal und regional stark, in Mecklenburger Fischteichgebiet Sommerreviere von etwa 130 ha (Weibchen) bzw. 250 ha (Männchen) festgestellt, Winterreviere weniger als halb so groß;
Wanderung: Ausbreitungsgeschwindigkeit und Populationsgrößen vom Nahrungsangebot und Territorialverhalten (Auflösung der Familien im Herbst, Einzelgänger) gesteuert; Abwanderung entlang der Wasserläufe bis zu 50 km (Männchen weiter als Weibchen);
Anwesenheit: ganzjährig

Lebensraum


Lebensraum im Herkunftsgebiet: an Fließ- und Stillgewässern (Flüsse, Bäche, Seen, Teiche) im Binnenland, in Feuchtgebieten (Moore, Brüche), sowie in Küstenhabitaten; bevorzugt dabei deckungsreiche, dicht bewachsene Uferbereiche oder höhlenreiche Felsküsten
Lebensraum in Sachsen: identisch mit dem Lebensraum im Herkunftsgebiet, meidet teilweise menschliche Siedlungen nicht

Habitatkomplexe

  • Feuchtgrünland, Staudenfluren
  • Fließgewässer, Quellen
  • Moore
  • Stillgewässer inkl. Ufer
  • Sümpfe, Niedermoore, Ufer

Habitatkomplexe Reproduktion

  • Feuchtgrünland, Staudenfluren
  • Fließgewässer, Quellen
  • Moore
  • Stillgewässer inkl. Ufer
  • Sümpfe, Niedermoore, Ufer

Ökologische Charakterisierung

  • Ufer

Höhenstufen

  • collin
  • montan
  • planar

Management


Beurteilung

Naturschutzfachliche Beurteilung: Prädation einheimischer bodenbrütender Wasservogelarten durch zahlreiche Studien (v. a. aus Nord- und Osteuropa) belegt, vereinzelte Hinweise darauf auch aus Deutschland (z. B. in der Teichlausitz: Kolonien der Flussseeschwalbe durch Nestplünderungen gefährdet, in Mecklenburg: Aufgabe einer Brutkolonie von Trauerseeschwalben nach Plünderung durch Mink, auf Ostseeinseln Böhmke und Werder: starke Abnahme der Brutpaare von Lachmöwen und Flussseeschwalben nach Auftauchen des Minks), In Großbritannien wird der starke Rückgang der Schermaus u. a. mit der Prädation durch den Mink begründet; im autochthonen Verbreitungsgebiet ist der Bisam ein wichtiges Beutetier, auch in Europa wird diese Art intensiv prädiert, sofern sie vorhanden ist; Prädation nestjunger Biber belegt (z. B. Schaugehege Kapenmühle Sachsen-Anhalt) In Finnland führte Minkprädation zum Rückgang der Froschpopulationen (Rana-Arten) Konkurrenz zum Iltis in gewässernahen Bereichen sowie Verdrängung des Europäischen Nerzes in Regionen, wo beide Arten sympathrisch vorkommen Interspezifische Konkurrenz zum Fischotter, dieser ist jedoch aufgrund seiner Größe konkurrenzstärker; Übertragung der Aleutenkrankheit (Aleutian Mink Disease Virus) auf andere Marderartige möglich;

Wirtschaftliche Beurteilung: einzelne Hinweise auf Schäden in Fischteichen oder Geflügelhaltungen, diese zumeist lokal begrenzt und über Abwehrmaßnahmen handelbar; in Deutschland derzeit (März 2014) noch 8 Zuchtfarmen, davon eine in Sachsen (Seelitz-Döhlen); Erlöse aus einer Nutzung der im Freiland gefangenen Minke (Pelzpreis ca. 30 € für bereits gegerbte Felle) könnten für die Finanzierung von Maßnahmen verwendet werden.

Wissensdefizite in Sachsen: genauere Verbreitung, Reviergrößen und Bestandsgrößen (Populationsdichten) in Sachsen? Gibt es im sächsischen Verbreitungsgebiet belegbare negative ökologische/ökonomische Einflüsse und wie groß sind diese? Welche Methoden eignen sich am besten für Monitoring und Populationsregulation? Sind lokale Maßnahmen zur Populationsregulation effizient?

Erfassungsdefizite und Kartierbedarf: wünschenswert wäre flächendeckendes Monitoring inklusive Dokumentation der sicheren Nachweise und Erfolgskontrolle bei Managementmaßnahmen (hinsichtlich der Minkpopulation aber auch der Auswirkungen).

Fazit für Sachsen: In Sachsen wird bezüglich der Jagd und aus naturschutzfachlichen Gründen Handlungsbedarf für ein Management in zahlreichen Einzelfällen gesehen.

Management

Präventive Maßnahmen:
• Aussetzung genehmigungspflichtig (BJagdG)
•  Begrenzung der Lizenzen für Minkfarmen und Sicherung der vorhandenen Pelztierbestände bzw. Haltungen in zoologischen Einrichtungen (Tierpark, Zoo, Wildgehege) gegen das Entweichen der Tiere in die Freiheit
• in kleinräumigen, sensiblen Bereichen, wie z. B. Vogelinseln oder Fischteichen: Anbringung von Minkabweisern (50 cm hoher Maschendrahtzaun + zusätzlicher Elektrozaun), wurde beispielsweise in der Lausitz an künstlichen Brutinseln angewendet.
Empfehlungen: Art unterliegt noch nicht in allen Bundesländern dem Jagdrecht, es ist daher ein einheitlicher Status gebietsfremder Raubsäuger als jagdbare Arten für ganz Deutschland als Voraussetzung für die Durchführung von Maßnahmen wünschenswert.
Keine Neugenehmigung von Farmen Besitz- und Vermarktungsverbot, Zucht und Haltung sollte ausnahmslos genehmigungspflichtig sein und ausschließlich in zoologischen Einrichtungen erfolgen (nicht in der Nähe sensibler Regionen) Bessere Öffentlichkeitsarbeit zur Sensibilisierung der Bevölkerung

Bekämpfungsstrategien:
• Reguläre Bejagung wirkt lediglich reduktiv und kann nur bei einer systematischen, kontinuierlichen und langfristigen Durchführung eine Ausbreitung der Art verhindern
• Bejagung (in Sachsen ganzjährig unter Beachtung der Jungenaufzuchtszeit gestattet, BJagdG § 22), ist allerdings aufgrund der nacht- und dämmerungsaktiven Lebensweise in deckungsreichen Habitaten sehr aufwändig; erfolgreiche Ausrottungen mittels Fallenfang sind auf vom Festland weit entfernten Inseln dokumentiert
• bei lokal begrenzten Ausrottungskampagnen konnten positive Effekte auf die Beutepopulationen wie z. B. Brutvögel nachgewiesen werden (z. B. in Mecklenburg); bisherige großräumige Ausrottungsversuche z. B. Island, Großbritannien und Dänemark schlugen allerdings fehl
• Fang mit Lebend-Fallen (Kastenfallen für den Lebendfang müssen so beschaffen sein, dass sich das Tier nicht verletzen kann (vgl. § 13 Abs. 1 TierSchG), möglichst im Winterhalbjahr oder während der Paarungszeit (Februar/März), um ein Wiederaufleben der Population zu verhindern
• möglichst enges Fallenraster im Uferbereich mit 150 – 200 m Abstand (da meist kleine Winteraktionsräume)
• Fallenkontrolle mind. 2-mal pro Tag, Nichtzielarten wieder frei lassen, Fallen können auch auf den Minkflößen angebracht werden, dadurch weitgehend selektiver Fang möglich (Ausschluss des Fischotters durch vertikale Stäbe im Eingangsbereich)
• Wichtig: Erfolgskontrolle und begleitende Öffentlichkeitsarbeit

Weitere Managementmaßnahmen: neben den lokalen Kontrollprogrammen werden weitere Maßnahmen, wie Habitatrestauration, Förderung einheimischer Konkurrenten (z. B. Fischotter) oder Management der Beutepopulationen empfohlen;

Nicht zu empfehlende Maßnahmen: Beachtung des Verbotes von Totschlagfallen in Sachsen (§ 19 SächsJagdV),

Handlungsbedarf: Voraussetzung für die Handlungsentscheidung sollte eine auf die konkrete Teilpopulation bezogene Prüfung sein, ob - problematisches bzw. invasives Verhalten belegbar oder begründbar ist und - Maßnahmen mit Aussicht auf Erfolg und mit verhältnismäßigem Mittelaufwand vorhanden/bekannt sind.

Bemerkung: Durch die Gesetzesänderung in der TierSchNutztV, die ab 2011 verbesserte Haltungsbedingungen in Pelztierfarmen vorschreibt, verringerte sich wahrscheinlich die Anzahl der Farmen in Deutschland (Stand 2007: 32 Farmen, Bonesi & Palazon 2007 gegenüber Stand 2014: 8 Farmen, Tierschutzbund 2014). Ab 2016 gelten erweiterte Kriterien in der TierSchNutztV zur artgerechteren Unterbringung von Minken in Farmen (u. a. Wasserbecken, Kletterhilfen). Dies wird vermutlich dazu führen, dass in Deutschland die Farmhaltung von Minken nicht mehr gewinnbringend ist und daher eingestellt wird.

Für das Management von Neobiota in Sachsen beachten Sie auch die offiziellen Seiten des Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL): http://www.umwelt.sachsen.de/umwelt/natur/34835.htm ; insbesondere auch die Arbeitshilfen: http://www.umwelt.sachsen.de/umwelt/natur/34838.htm

Zentrales Medium für die Sammlung von Artdaten in der Naturschutzverwaltung des Freistaates Sachsen ist die Zentrale Artdatenbank beim LfULG: http://www.umwelt.sachsen.de/umwelt/natur/8048.htm ;
Aktuelle Übersichtskarten der Verbreitung von Arten in Sachsen können unter folgendem Link abgerufen werden: http://www.umwelt.sachsen.de/umwelt/infosysteme/cadenzaweb2014/commands.xhtml?Login.Anonymous</p  

Weitere Informationen

Zentrale Artdatenbank am LfULG (Daten stehen den Naturschutzbehörden direkt zur Verfügung) WILD – Wildtier-Informationssystem der Länder Deutschlandsbundesweit) Wildtiermonitoringnetzwerk der Jäger Sachsens
Bemerkung: ein einheitliches Monitoring mit abgesicherten Art-Nachweisen ist wünschenswert und Voraussetzung für die Entscheidung über lokale Eingriffsmaßnahmen bei auftretenden Schäden

Handlungsbedarf Neobiotamanagement

Handlungsbedarf Neobiotamanagement

Handlungsbedarf für ein Management in zahlreichen Einzelfällen vorhanden

Sonstiges


Literatur

Sachsen:
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Wilhelm, E.-G.; Schmiedel, D.; Schmidt, P.A.; Scheibner, C. & Roth, M. (2012): Neobiota und deren Invasionspotenzial im Zusammenhang mit dem Klimawandel, sowie wirtschaftlichen Prozessen – Grundlagen für Handlungskonzepte. - Schriftenreihe des LfULG 37, 42 S.
Greiser, G. & Martin, I. (2011): Wildtiererfassung 2011 im Freistaat Sachsen, (Hrsg.: Landesjagdverband Sachsen e.V.) 106 S.

Weiterführende Literatur:
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Banks, P.B.; Nordstrom, M.; Ahola, M. & Korpimaki, E. (2005): Variable impacts of alien mink predation on birds, mammals and amphibians of the Finnish archipelago: a long-term experimental study, In: IX International Mammalogical Congress. Sapporo, Japan.
BfN (Bundesamt für Naturschutz) (2009): Rote Liste gefährdeter Tiere, Pflanzen und Pilze Deutschlands. Band 1: Wirbeltiere. Naturschutz und Biologische Vielfalt 70, S.386.
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Bonesi, L. & Palazon, S. (2007): The American mink in Europe: Status, impacts, and control. Biological Conservation 134, S. 470-483. Bonesi, L. (2009): Mustela vison (Schreber), American mink (Musteldiae, Mammalia). In: Drake, J.A. (Hrsg.): DAISIE Handbook of alien species in Europe. Springer-Verlag, Dordrecht, S. 363.
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Wozencraft, W.C. (2005): Order Carnivora. In: D.E. Wilson and D.M. Reeder (Hrsg.): Mammal Species of the World: A taxonomic and geographic reference. Third Edition, S. 532-628. Smithsonian Institution Press, Washington, DC, USA.

Links:
http://www.forsten.sachsen.de/wald/download/Jagdzeiten_Schonzeiten_in_SN_0912.pdf  
http://www.forsten.sachsen.de/wald/1560.htm  abgerufen am 21.01.2015
www.midgard-skins.de/ abgerufen am 21.01.2015
www.tierschutzbund.de abgerufen am 21.01.2015
http://www.ljv-sachsen.de/index.php?id=33 abgerufen am 21.01.2015 
http://www.wildmonitoring.de/wildmonitoring/ abgerufen am 21.01.2015
http://www.umwelt.sachsen.de/umwelt/natur/34838.htm  (Arbeitshilfen für den Umgang mit Neobiota)

Bearbeitungsstand und Bearbeiter des Artensteckbriefes

Offizieller Artensteckbrief des LfULG; Stand: 27.03.2015 Erstbearbeitung: Norman Döring
Überarbeitung: Jana Zschille (TU Dresden/Forstzoologie)
Hinweise und Änderungsvorschläge bitte an: ulrich.zoephel@smul.sachsen.de
Legende zum Artensteckbrief unter: http://www.umwelt.sachsen.de/umwelt/natur/22872.htm ;
Informationen zur Artengruppe für Sachsen: http://www.umwelt.sachsen.de/umwelt/natur/23239.htm
Informationen zu Neobiota: http://www.umwelt.sachsen.de/umwelt/natur/34835.htm