Allgemeine Arteninformationen
Kennzeichen
- mittelgroße Fledermausart mit auffällig langen, an der Basis miteinander verbundenen Ohren
Rückenfell braun, Unterseite gelblichgrau
- Flügelspannweite 24 – 28,5 cm
- Gewicht 6 - 9 g
- Unterarmlänge 35,5 – 42,8 mm
Biologie und Ökologie
- Wochenstuben- und Sommerquartiere in Spalten in und an Gebäuden sowie in Baumhöhlen und -spalten, häufige Quartierwechsel
- Winterquartiere in ehemaligen Bergwerken und Stollen, daneben Kellergewölbe und Bunker sowie Baumhöhlen
- Wochenstubengesellschaften umfassen meist 5 – 20 Weibchen
- sehr leise Ortungsrufe, die durch das Maul oder durch die Nase abgegeben werden
- langsamer strukturgebundener Flug
- die Nahrung besteht überwiegend aus Nachtfaltern sowie Zweiflüglern, Käfern, Heuschrecken und Wanzen, v.a. flugunfähige Beutetiere (z.B. Spinnen) werden direkt von der Vegetation abgesammelt
- passiv akustische Beutedetektion anhand von Raschelgeräuschen oder aktive Ortung der Beute
- sehr kleiner Aktionsraum, Jagdgebiete sind wenige hundert Meter bis etwa 2 Kilometer vom Tagesquartier entfernt
- keine saisonalen Wanderungen, die Winterquartiere liegen in unmittelbarer Nähe der Sommerquartiere
Überregionale Verbreitung
- Europa von der Iberischen Halbinsel bis zum Ural, nördlich bis zum 64. Breitengrad, in Südeuropa lückenhaft und im Mittelmeergebiet nur auf Sardinien
Erhaltungszustand

günstig
Vorkommen
Langfristiger Bestandstrend
starker Rückgang
Kurzfristiger Bestandstrend
gleichbleibend
Phänologie
Phänogramm